Kartoffelernte im Stadtlandeiergarten

Nach dreieinhalb Monaten kommen die ersten Kartoffeln aus der Erde. Vom Ertrag bin ich ein bisschen enttäuscht. Irgendwie zu wenig! Aber immerhin, es sind die ersten eigenen Kartoffeln… und das sind echt dicke Dinger. Wie war noch gleich das Verhältnis Dicke der Kartoffel zu IQ des Bauern?

Gewachsen sind sie mehr oder weniger von allein. Beim Setzen habe ich mir allerdings sehr viel Mühe gegeben, den Abstand zwischen den einzelnen Knollen gemäß „Gebrauchsanleitung“ peinlich genau einzuhalten. Am Ende war das Beet trotzdem  mit Kartoffelpflanzen überwuchert.

Nach ein paar Wochen, als die Pflanzen ca. 20 cm aus der Erde guckten, habe ich etwas Erde um die Stengel angehäuft. Danach hieß es warten.

Auf dem Nachbarbeet habe ich noch eine weitere „Rutsche“ Kartoffeln gesetzt. Die sind nicht nur später dran mit der Ernte sondern vor allem lila. Da bin ich besonders gespannt. Die Sorte heißt „Blue Congo“ und macht im Allgemeinen einen etwas robusteren Eindruck als ihre frühen Verwandten auf dem Nachbarbeet. Sobald „Blue Congo“ fällig ist, gibt´s Fotos und geschmackliche Eindrücke hier an dieser Stelle.

 

Update für´s Hühnerhaus – Let´s get ready to Eierlegen

Unsere Hühner sind jetzt bald fünf Monate alt und schon ziemlich groß. Vor ein paar Tagen haben die vier Hennen ihre zweite Impfung bekommen und irgendwann demnächst könnten sie anfangen Eier zu legen. Also ich will nicht drängen, aber so langsam wird´s Zeit! 😉

Da auch ein Huhn seine Eier eher in ruhiger und etwas abgeschiedener Atmosphäre legt, habe ich den Damen einen extra Anbau zur Eiablage gebaut. Zur besseren Durchlüftung des Hauses wurden außerdem Luftlöcher gebohrt und ein Kotbrett sorgt für mehr Sauberkeit im Stall.

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Der Eierkasten (der nicht angestrichene Teil an der linken Hausseite) ist bequem von Außen zu erreichen. Das Dach lässt sich hochklappen und man kommt gut an die Eier, wenn nicht gerade ein Huhn drauf sitzt.

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Der Zugang zu den Nestern von Innen. Damit möglichst wenig Licht einfallen kann, sind die Öffnungen oben halbrund. Ich hoffen, die Größe für die Boxen ist ausreichend. Sie orientiert sich an den Euro-Legeboxen im Handel.

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Die Nester von Innen. Wir haben uns für die klassische Stroheinlage entschieden, weil die für das Huhn besser sein soll. Die Alternative ist eine Vorrichtung, bei der das Ei durch ein Loch fällt. Damit ist es sicher vor Hennen, die gern Eier aufpicken. Ich hoffe aber, dass wir so eine Eierpickerin nicht in unserer Herde haben.

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Das Kotbrett unter der Sitzstange soll für mehr Sauberkeit im Stall sorgen, da die Hühner vor allem Nachts das ein oder andere fallen lassen. Jetzt brauchen wir nur morgens die Zeitung aufrollen und neue auslegen. So bleibt´s untenrum sauber und die Hühner haben immer was Neues zum Lesen.

Gartenimpressionen – Frühling

Halb kriechend, halb liegend aber immer mit der Kamera im Anschlag habe ich mich am Wochenende durch den Garten bewegt. Die Nachbarn guckte gelegentlich halb neugierig halb sorgenvoll übern den Zaun. Und auch das Rotkehlchen, hatte einen ziemlich fragenden Gesichtsausdruck, als es an mir vorbeiflog. Aber das Ergebnis meiner Fotosession hat sich gelohnt. Ich hatte ja immer schon den Verdacht., aber jetzt steht fest: unser Garten macht für Ende April schon ganz schön was her.

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Familien-Drama bei Eichhörnchens

Dramatische Szenen haben sich heute in unserer Fichte abgespielt. Familie Eichhörnchen hatte sich in Gefahr gebracht. Nur mit dem Mut der Verzweiflung konnte Schlimmeres verhindert werden.

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Mutter Eichhörnchen und ihre beiden Kinder hatten einen Osterausflug gemacht und sich dabei auch auf den Rasen gewagt. Dort wurde sie jedoch sofort von unseren Hunden entdeckt. Mama und den Kids gelang zwar die Flucht auf den nächsten Baum. Aber damit nahm das Unheil seinen Lauf. Denn dieser Baum ist eine alleinstehende Fichte – sehr hoch, sehr alt und sehr alleinstehend. Weit und breit kein anderer Baum, über den sich Familie Eichhörnchen vor den lauernden Hunden in Sicherheit hätte bringen können. Einzig ein hochgewachsener Rhododendron bot sich als Fluchtweg an. Doch dieser war nur durch einen beherzten Sprung von etwa zwei Meter Weite und drei Meter in die Tiefe zu erreichen. Für Mutter Eichhorn der einzige Weg in die Freiheit.

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Inzwischen hatten wir die Hunde zwar weggebracht und der Weg über den Boden wäre sicher und bequem gewesen. Aber Eichhörnchen sind offenbar sture Tiere. Für Mutter Eichhörnchen schien es nur einen Weg zu geben: den Todessprung.

Es war halb Sprung und halb freier Fall. Aber sie landete sicher im benachbarten Rhododendron. Aber würden ihr Jungen es auch schaffen? Der Garten hielt den Atem an. Immer wieder kletterten die Kleinen zur Absprungstelle, den niedrigsten Ästen der Fichte. Auf der anderen Seite lockte die Mutter sie mit Quietschgeräuschen. Doch alles Locken nutzte nichts. Ihre Angst war einfach zu groß…

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Keine Ahnung wie und wann die Eichhörnchenkinder den Baum verlassen haben. Irgendwann waren sie jedenfalls nicht mehr auf der Fichte sondern turnten wieder durch die Sträucher beim Nachbarn. Zugegeben, ein ziemlich unspektakuläres Ende. Aber besser so als satte Hunde 😉

Mini-Hochbeet aus Mörtelkübel

Garteneinsatz Anfang April. 3 Kubikmeter Erde müssen auf die Beete, in die Blumentöpfe und in die neuen Mini-Hochbeete verteilt werden. Die Mini-Hochbeete haben wir aus Mörtelkübeln gemacht. Die gibt´s für 5 bis 6 Euro im Baumarkt. Anfangs stinken sie ein bisschen, aber das verfliegt nach ein paar Tagen an der frischen Luft. Wichtig ist nur, dass man in den Boden ausreichend viele Löcher reinbohrt damit das Gieß- und Regenwasser abläuft. Und ACHTUNG!: die Löcher vor dem Befüllen bohren! Danach wird´s – und das kann ich jetzt aus eigener Erfahrung sagen – schwer. Voll mit nasser Erde wiegt so ein Kübel gute 100 kg. Den in der einen Hand und in der anderen Hand den Akkubohrer? Wer das schafft, sollte mal ein Video davon posten.

Aber die Kübel haben ganz klar auch ihre Vorteile:

  • Durch den gebogenen Rand sind sie Schnecken sicher (hoffentlich wissen das die Schnecken auch).
  • Auch bei schlechten Böden, betonierten Flächen oder Steinen bieten sie Platz für Gemüsesorten, die ein bisschen mehr als ´ne Hand voll Erde brauchen.
  • Die Erde lässt sich zu gegebener Zeit einfach tauschen und durch neue ersetzen. Düngen wird nahezu unnötig.
  • Sie sind preiswert und in allen möglichen Größen zu bekommen.

In die Kübel soll Rote Beete, Kohlrabi, lilafarbene Kartoffeln, Brokkoli, Möhren, Lauchzwiebeln und Erdbeeren.  Mit den Erdbeeren habe ich schon angefangen. Der Rest folgt in den kommenden Tagen. Wenn man nicht so auf den Baustellencharme der Kübel steht, muss man sie noch verkleiden. Das geht mit Holz, alten Mauerziegeln oder mit Weidengeflecht.

Entdeckt! Mighty Oaks – Großstadt-Folk für´s Stadtland-Volk

„Treffen sich ein Ami, ein Brite und ein Italiener in Hamburg…“, so fangen normalerweise mal mehr mal weniger gute Witze an. So begann aber auch die Karriere der Mighty Oaks, einer multinationalen Folkband aus Berlin. Gerade haben sie ihr erstes Album „Howl“ veröffentlicht. 12 tief ins Ohr gehende Songs mit starker Folk-Attitüde zum Frühstücken-auf-dem-Balkon und Abends-am-Lagerfeuer-sitzen und allem, was man dazwischen machen kann.

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Allein auf „Folk“ wollen sich die drei Wahlberliner zwar nicht reduziert lassen, aber die Assoziationen zu den Lumineers und Mumford & Sons sind automatisch da, wenn man die Mightys mit Mandoline, akkustischer Gitarre und Drei-Satz-Gesang „herrummachen“ hört. Dass sie mit ihrer Musik offenbar gerade voll den Nerv der Zeit treffen, war angeblich nicht geplant, dürfte aber beim Finden eines Labels auch nicht gestört haben.

Die plötzlich überall aufflammende Begeisterung für Folk erklärt Sänger Ian, der Ami aus Seattle, mit der wiederentdeckten Liebe zur Natur und allem Ursprünglichen vor allem auch bei jungen Leute. Ian: „Allein wenn ich sehe, wie viele Leute am Wochenende in Berlin zu ´nem Baggersee rennen. Das hat´s doch früher nicht gegeben.“

Mehr Mighty Oaks gib´s auf dem aktuellen Album „Howl“ und vor allem auch bei YouTube.

 

Das Hühnerhaus nimmt Form an

So langsam nimmt das Hühnerhaus Form an… und Gewicht! An eine mobile Variante ist inzwischen definitiv nicht mehr zu denken. Das Teil ist aus 2 cm starken alten Pitchpine-Dielen gebaut und die Schindeln aus Teerpappe wiegen auch richtig viel. Schon allein deshalb steht der Entschluss jetzt fest: unsere Hühner werden definitiv in einem festen Gehege leben. Vor dem Zusammensetzen der einzelnen Dielen, habe ich anständig Acryl in die Nut gepresst, damit hier später keine kleinen Zwischenräume bleiben, in denen sich Milben verstecken können. Irgendwo habe ich gelesen, dass man das so machen soll/kann. Und da ich für jeden Tipp dankbar und empfänglich bin, habe ich auch diesen angenommen und umgesetzt.

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