Gartenimpressionen – Frühling

Halb kriechend, halb liegend aber immer mit der Kamera im Anschlag habe ich mich am Wochenende durch den Garten bewegt. Die Nachbarn guckte gelegentlich halb neugierig halb sorgenvoll übern den Zaun. Und auch das Rotkehlchen, hatte einen ziemlich fragenden Gesichtsausdruck, als es an mir vorbeiflog. Aber das Ergebnis meiner Fotosession hat sich gelohnt. Ich hatte ja immer schon den Verdacht., aber jetzt steht fest: unser Garten macht für Ende April schon ganz schön was her.

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896 Millionen weniger tote Tiere, wenn wir nur noch einmal pro Woche Fleisch essen

Was wäre, wenn wir unseren Fleischkonsum um 80 % reduzieren würden? Wenn also statt täglich Wurst, Schnitzel, Roulade, Frikassee, Bulette und Steak nur einmal die Woche Fleisch auf den Tisch käme? Die Antworten gibt es in diesem Video. Und ich möchte gern noch folgendes hinzufügen, was nicht erwähnt wird:

Weniger ist leckerer
Die verhältnismäßig geringe Menge Fleisch, die fortan verbraucht werden würde, müsste nicht mehr „industriell“ durch Massentierhaltung erzeugt werden. Stattdessen könnten wieder kleine und mittelständische Bauern Kühe, Schweine und Hühner halten und das Fleisch verkaufen. Das nutzt den Verbrauchern, weil das Fleisch eine bessere Qualität hat. Es nutzt den Tieren, denn die Haltung könnte wiederum auf eine Art und Weise geschehen, die den Tieren gerecht wird und sie nicht zu Rohstofflieferanten degradiert. Und es nutzt den Bauern, denn das Kilo Fleisch können sie für gutes Geld verkaufen. Da wir den Rest der Woche kein Fleisch mehr essen, können wir uns den „gute“ Sonntagsbraten auch etwas kosten lassen.

Klimakiller Käse!
Was in dem Bericht nicht erwähnt wird, ist das Problem „Milchwirtschaft“. Denn was für die Fleischproduktion gilt, hat seine Gültigkeit auch bei der Produktion von Milchprodukten. Auch diese Kühe fressen sehr viel. Auch diese Kühe produzieren sehr viel Treibhausgas. Und was vielen nicht bewusst ist: wenn eine Kuh Milch geben soll, muss sie regelmäßig kalben… also ein Baby zur Welt bringen. Die Kuhkälber kann der Bauer gebrauchen, denn auch sie geben später Milch. Aber was macht er mit den Bullenkälbern? Sie werden nur geboren, um zu sterben. Denn ganz krass ausgedrückt, sind sie ein Abfallprodukt der Milchindustrie.

Umdenken statt zwingen!
Man kann niemanden dazu zwingen, weniger Fleisch zu essen. Mit entsprechenden Gesetzen könnte man sicherlich die Bedingungen für die Produktion von Fleisch- und Milchprodukten verschärfen, um die Zucht und Haltung entsprechender Tiere artgerechter zu machen. Dadurch würden sich automatisch die Preise für Milch- und Fleischprodukte erhöhen und der Kunde weniger kaufen. Zwei Gründe sprechen jedoch dagegen:
1. Unsere Regierung steckt ganz tief im A… der industriellen Landwirtschaft!
2. Der Verbraucher denken nicht um sondern wird nur zu einem anderen Handeln gezwungen. Das ist so, als würde jemand nur auf´s Auto verzichten, weil ihm der Sprit zu teuer ist, und nicht, aus Gründen des Umweltschutzes.

Für alle die skeptisch sind, ob sie auf Fleisch verzichten können, habe ich noch was aus eigener Erfahrung. Ich esse gern Fleisch und habe früher auch täglich Fleisch gegessen. Alena, meine Frau ist dagegen seit ihrem 7. Lebensjahr Vegetarier und lebt in zwischen vegan. Bei uns zu Hause kommt deshalb kein Fleisch auf den Tisch und ich kann wirklich sehr gut damit leben. Fleisch esse ich nur auswärts. Nur im Sommer, wenn es rundherum nach Gegrilltem riecht, werde ich unruhig. Aber für die paar Male im Jahr, gönne ich mir dann auch das gute und sicherlich auch teure Fleisch.

„Land unter“ im stadtlandeier-Garten

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Weltuntergangsstimmung in unserem beschaulichen Garten. Eben noch saß ich zusammen mit meiner jüngsten Tochter gemütlich in der gerade erst wieder hergerichteten Garten-Lounge. Und schon im nächsten Moment brach das Unwetter über uns herein. Regen ohne Ende und dazu noch Hagel. „Taubeneigroß“ wäre übertrieben, aber die Größe von Würfelzuckerstückchen hatte der Spaß schon.

 

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Alles war zwar nach nur wenigen Minuten vorbei. Aber der Garten stand erst einmal knöcheltief – und das ist jetzt keine Übertreibung – unter Wasser. Was auf den Fotos aussieht wie Nebenflüsse der Elbe und Überflutungswiesen bei Hitzacker, sind eigentlich unsere Wege und Rasenflächen.

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Die gute Nachricht zum Schluß: Hühner, Kaninchen und Pflanzen sind wohl auf. Und ich muss heute Abend nicht gießen…

Familien-Drama bei Eichhörnchens

Dramatische Szenen haben sich heute in unserer Fichte abgespielt. Familie Eichhörnchen hatte sich in Gefahr gebracht. Nur mit dem Mut der Verzweiflung konnte Schlimmeres verhindert werden.

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Mutter Eichhörnchen und ihre beiden Kinder hatten einen Osterausflug gemacht und sich dabei auch auf den Rasen gewagt. Dort wurde sie jedoch sofort von unseren Hunden entdeckt. Mama und den Kids gelang zwar die Flucht auf den nächsten Baum. Aber damit nahm das Unheil seinen Lauf. Denn dieser Baum ist eine alleinstehende Fichte – sehr hoch, sehr alt und sehr alleinstehend. Weit und breit kein anderer Baum, über den sich Familie Eichhörnchen vor den lauernden Hunden in Sicherheit hätte bringen können. Einzig ein hochgewachsener Rhododendron bot sich als Fluchtweg an. Doch dieser war nur durch einen beherzten Sprung von etwa zwei Meter Weite und drei Meter in die Tiefe zu erreichen. Für Mutter Eichhorn der einzige Weg in die Freiheit.

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Inzwischen hatten wir die Hunde zwar weggebracht und der Weg über den Boden wäre sicher und bequem gewesen. Aber Eichhörnchen sind offenbar sture Tiere. Für Mutter Eichhörnchen schien es nur einen Weg zu geben: den Todessprung.

Es war halb Sprung und halb freier Fall. Aber sie landete sicher im benachbarten Rhododendron. Aber würden ihr Jungen es auch schaffen? Der Garten hielt den Atem an. Immer wieder kletterten die Kleinen zur Absprungstelle, den niedrigsten Ästen der Fichte. Auf der anderen Seite lockte die Mutter sie mit Quietschgeräuschen. Doch alles Locken nutzte nichts. Ihre Angst war einfach zu groß…

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Keine Ahnung wie und wann die Eichhörnchenkinder den Baum verlassen haben. Irgendwann waren sie jedenfalls nicht mehr auf der Fichte sondern turnten wieder durch die Sträucher beim Nachbarn. Zugegeben, ein ziemlich unspektakuläres Ende. Aber besser so als satte Hunde 😉

Mini-Hochbeet aus Mörtelkübel

Garteneinsatz Anfang April. 3 Kubikmeter Erde müssen auf die Beete, in die Blumentöpfe und in die neuen Mini-Hochbeete verteilt werden. Die Mini-Hochbeete haben wir aus Mörtelkübeln gemacht. Die gibt´s für 5 bis 6 Euro im Baumarkt. Anfangs stinken sie ein bisschen, aber das verfliegt nach ein paar Tagen an der frischen Luft. Wichtig ist nur, dass man in den Boden ausreichend viele Löcher reinbohrt damit das Gieß- und Regenwasser abläuft. Und ACHTUNG!: die Löcher vor dem Befüllen bohren! Danach wird´s – und das kann ich jetzt aus eigener Erfahrung sagen – schwer. Voll mit nasser Erde wiegt so ein Kübel gute 100 kg. Den in der einen Hand und in der anderen Hand den Akkubohrer? Wer das schafft, sollte mal ein Video davon posten.

Aber die Kübel haben ganz klar auch ihre Vorteile:

  • Durch den gebogenen Rand sind sie Schnecken sicher (hoffentlich wissen das die Schnecken auch).
  • Auch bei schlechten Böden, betonierten Flächen oder Steinen bieten sie Platz für Gemüsesorten, die ein bisschen mehr als ´ne Hand voll Erde brauchen.
  • Die Erde lässt sich zu gegebener Zeit einfach tauschen und durch neue ersetzen. Düngen wird nahezu unnötig.
  • Sie sind preiswert und in allen möglichen Größen zu bekommen.

In die Kübel soll Rote Beete, Kohlrabi, lilafarbene Kartoffeln, Brokkoli, Möhren, Lauchzwiebeln und Erdbeeren.  Mit den Erdbeeren habe ich schon angefangen. Der Rest folgt in den kommenden Tagen. Wenn man nicht so auf den Baustellencharme der Kübel steht, muss man sie noch verkleiden. Das geht mit Holz, alten Mauerziegeln oder mit Weidengeflecht.

Entdeckt! Mighty Oaks – Großstadt-Folk für´s Stadtland-Volk

„Treffen sich ein Ami, ein Brite und ein Italiener in Hamburg…“, so fangen normalerweise mal mehr mal weniger gute Witze an. So begann aber auch die Karriere der Mighty Oaks, einer multinationalen Folkband aus Berlin. Gerade haben sie ihr erstes Album „Howl“ veröffentlicht. 12 tief ins Ohr gehende Songs mit starker Folk-Attitüde zum Frühstücken-auf-dem-Balkon und Abends-am-Lagerfeuer-sitzen und allem, was man dazwischen machen kann.

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Allein auf „Folk“ wollen sich die drei Wahlberliner zwar nicht reduziert lassen, aber die Assoziationen zu den Lumineers und Mumford & Sons sind automatisch da, wenn man die Mightys mit Mandoline, akkustischer Gitarre und Drei-Satz-Gesang „herrummachen“ hört. Dass sie mit ihrer Musik offenbar gerade voll den Nerv der Zeit treffen, war angeblich nicht geplant, dürfte aber beim Finden eines Labels auch nicht gestört haben.

Die plötzlich überall aufflammende Begeisterung für Folk erklärt Sänger Ian, der Ami aus Seattle, mit der wiederentdeckten Liebe zur Natur und allem Ursprünglichen vor allem auch bei jungen Leute. Ian: „Allein wenn ich sehe, wie viele Leute am Wochenende in Berlin zu ´nem Baggersee rennen. Das hat´s doch früher nicht gegeben.“

Mehr Mighty Oaks gib´s auf dem aktuellen Album „Howl“ und vor allem auch bei YouTube.

 

Das Hühnerhaus nimmt Form an

So langsam nimmt das Hühnerhaus Form an… und Gewicht! An eine mobile Variante ist inzwischen definitiv nicht mehr zu denken. Das Teil ist aus 2 cm starken alten Pitchpine-Dielen gebaut und die Schindeln aus Teerpappe wiegen auch richtig viel. Schon allein deshalb steht der Entschluss jetzt fest: unsere Hühner werden definitiv in einem festen Gehege leben. Vor dem Zusammensetzen der einzelnen Dielen, habe ich anständig Acryl in die Nut gepresst, damit hier später keine kleinen Zwischenräume bleiben, in denen sich Milben verstecken können. Irgendwo habe ich gelesen, dass man das so machen soll/kann. Und da ich für jeden Tipp dankbar und empfänglich bin, habe ich auch diesen angenommen und umgesetzt.

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