Unsere Hühner haben eine 5-Tage-Woche

„Ich wollt´, ich wär´ein Huhn! Ich hätte´nicht viel zu tun! Ich legte jeden Tag ein Ei und Sonntags auch mal zwei!“ Das Lied kennt nur wirklich jeder. Und immer, wenn die Sprache auf unsere Hühner kommt, fängt irgend wer an es zu singen. Was erstens nicht immer schön klingt und zweitens mit der Realität zumindest in in unserem Garten nicht zu tun hat.

Nach der Rückkehr aus unserem Urlaub, während dessen sich unsere Nachbarn liebevoll um unsere vier Stadthühner gekümmert hatten, stellten wir mit Freude fest, dass inzwischen jedes Huhn Eier legt. „Wir hatten jeden Tage vier Eier!“, verkündete unsere Nachbarin Birgit freudestrahlend und schürte damit eine gewisse Erwartungshaltung bei uns. Leider wurde diese nicht erfüllt.

IMG_1266

Es gibt schon mal Tage, an denen vier Eier in den Nestern liegen. In der Regel finden wir aber nur drei Eier. Und manchmal sind es sogar nur zwei. „Komisch, bei uns waren es immer vier Eier!“, sagt Birgit dann und weckt den Eierneid in uns. Vielleicht lag´s am Mais, den Birgit den Hühner gegeben hat? Wir haben es probiert. Gebracht hat es nichts.

IMG_1324

Blicken wir der ernüchternden Realität und den harten Fakten schonungslos ins Gesicht: unsere Hühner sind offenbar gewerkschaftlich organisiert und arbeiten höchstens fünf Tage pro Woche! Die Rechnung ist einfach: Im Wochenschnitt kommen wir auf 21 Eier! Geteilt durch vier Hühner sind das 5,25 Eier pro Huhn und Woche…. also eine 5-Tage-Woche mit gelegentlichen Überstunden.

In unserem Fall müsste das „Jeden-Tag-Ein-Ei-Lied“ also eigentlich so gehen: „Ich wollt, ich wär´ ein Huhn! Ich hätt´ nicht viel zu tun! Fünf Tage lege ich ein Ei… und dann nehm´ ich zwei Tage frei!“

IMG_1278

Aber natürlich gönnen wir unseren Hühnern ihre freie Zeit. Auch wenn sie nicht jeden Tag ein Ei legen, bereiten sie uns doch jeden Tag Freude. Ihnen beim Picken, Scharren und Laufen durch den Garten zuzusehen, ist unglaublich beruhigend und macht uns – auch wenn das vielleicht komisch klingt – glücklich! Und das ist uns wichtiger als ein paar Eier mehr in der Woche! 

IMG_1329

IMG_1271

Auf der Flucht – Stadthühner entkommen Gehege

Schocksekunde im Stadtlandeiergarten – unsere Bielefelder Kennhühner hatten ihren Gehegezaun überwunden und stolzierten im Garten herum. Und das unmittelbar vor der Nase unserer Hunde. Noch nie waren Hunde und Hühner ohne Zaun aufeinander getroffen. Was dann passierte, hätten wir selbst so nicht geglaubt.

Update für´s Hühnerhaus – Let´s get ready to Eierlegen

Unsere Hühner sind jetzt bald fünf Monate alt und schon ziemlich groß. Vor ein paar Tagen haben die vier Hennen ihre zweite Impfung bekommen und irgendwann demnächst könnten sie anfangen Eier zu legen. Also ich will nicht drängen, aber so langsam wird´s Zeit! 😉

Da auch ein Huhn seine Eier eher in ruhiger und etwas abgeschiedener Atmosphäre legt, habe ich den Damen einen extra Anbau zur Eiablage gebaut. Zur besseren Durchlüftung des Hauses wurden außerdem Luftlöcher gebohrt und ein Kotbrett sorgt für mehr Sauberkeit im Stall.

IMG_0928

Der Eierkasten (der nicht angestrichene Teil an der linken Hausseite) ist bequem von Außen zu erreichen. Das Dach lässt sich hochklappen und man kommt gut an die Eier, wenn nicht gerade ein Huhn drauf sitzt.

IMG_0931

Der Zugang zu den Nestern von Innen. Damit möglichst wenig Licht einfallen kann, sind die Öffnungen oben halbrund. Ich hoffen, die Größe für die Boxen ist ausreichend. Sie orientiert sich an den Euro-Legeboxen im Handel.

IMG_0933

Die Nester von Innen. Wir haben uns für die klassische Stroheinlage entschieden, weil die für das Huhn besser sein soll. Die Alternative ist eine Vorrichtung, bei der das Ei durch ein Loch fällt. Damit ist es sicher vor Hennen, die gern Eier aufpicken. Ich hoffe aber, dass wir so eine Eierpickerin nicht in unserer Herde haben.

IMG_0932

Das Kotbrett unter der Sitzstange soll für mehr Sauberkeit im Stall sorgen, da die Hühner vor allem Nachts das ein oder andere fallen lassen. Jetzt brauchen wir nur morgens die Zeitung aufrollen und neue auslegen. So bleibt´s untenrum sauber und die Hühner haben immer was Neues zum Lesen.

Endlich raus! Die Hühner ziehen in den Garten

Heute war es endlich soweit! Hertha, Hilde, Heide und Helga sind aus dem Keller in den Garten gezogen. Stall und Gehege sind fertig, das Wetter passt und im Übergangsgehege imKeller wurde es für die vier einfach zu klein. Inzwischen sind aus den winzigen gerade mal Faust großen Küken echte Brecher geworden. Und da geht noch mehr. Die vergangenen Tage waren sie tagsüber ohnehin schon immer im Garten. Jetzt sollen sie für immer hier wohnen und irgendwann auch Eier legen.

IMG_4213

Das Freilaufgehege ist ca 45 qm groß. Zu einem großen Teil überspannt es ein riesiger Rhododendron mit seinen immergrünen Blättern. Das bietet den Hühnern Schutz vor Raubvögelblicken und hält in geringen Mengen auch den Regen ab. Ein etwas kleinerer Teil des Auslaufs nach oben offen und bietet ausreichend Platz für´s Sonnenbad.

IMG_4243

Umzäunt ist das gesamte Areal von einen 1,20m hohen Staketenzaun aus Kastanie. Die Teile sind zwar nicht ganz billig, halten aber ewig und sehen dazu noch schön aus. Damit die Hühner nicht ihre neugierigen Köpfe durch die Staketen stecken und dann vielleicht von den Hunden abgebissen bekommen, haben wir an den Stakenzaun von innen noch grünen Hühnerdraht angebracht.

Foto

Das Hühnerhaus wurde mit einer automatischen Hühnerklappe und einer Zeitschaltuhr der Firma AXT-Electronic ausgestattet. Natürlich waren wir so lange draußen, bis der Dämmerungsschalter ansprang und die Hühnerklappe automatisch schloss. Hat einwandfrei geklappt. Die Hühner mussten wir allerdings noch jedes einzeln von Hand ins Haus setzen. Der Verwendungszweck einer Hühnerleiter ist ihnen noch nicht geläufig.

IMG_4222

Richtig spannend wird es morgenfrüh. Um 8 Uhr öffnet sich die Hühnerklappe… oder auch nicht 😉

Ringe für´s Leben

Heute haben unsere vier Hennen Ringe angesteckt bekommen, damit wir sie künftig einfacher auseinanderhalten können. Die Ringe haben unterschiedliche Farben, die schon von weitem gut zu unterscheiden sind. Hertha hat einen roten Ring, Helga einen grünen, der von Heide ist rosa und Hilde trägt türkis. Die Spiralringe gibt es im Fachhandel. Das Überziehen erforderte etwas Überwindung, weil man das dünne Hühnerbein in den Ring klemmen und diesen dann langsam über das Bein drehen muss. Den Hennen hat´s gar nicht gefallen. Sie haben jedenfalls jämmerlich gepiepst. Dafür macht der Ring ihnen ansonsten offenbar keine Probleme.

IMG_4150IMG_4173IMG_4168IMG_4167