Familien-Drama bei Eichhörnchens

Dramatische Szenen haben sich heute in unserer Fichte abgespielt. Familie Eichhörnchen hatte sich in Gefahr gebracht. Nur mit dem Mut der Verzweiflung konnte Schlimmeres verhindert werden.

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Mutter Eichhörnchen und ihre beiden Kinder hatten einen Osterausflug gemacht und sich dabei auch auf den Rasen gewagt. Dort wurde sie jedoch sofort von unseren Hunden entdeckt. Mama und den Kids gelang zwar die Flucht auf den nächsten Baum. Aber damit nahm das Unheil seinen Lauf. Denn dieser Baum ist eine alleinstehende Fichte – sehr hoch, sehr alt und sehr alleinstehend. Weit und breit kein anderer Baum, über den sich Familie Eichhörnchen vor den lauernden Hunden in Sicherheit hätte bringen können. Einzig ein hochgewachsener Rhododendron bot sich als Fluchtweg an. Doch dieser war nur durch einen beherzten Sprung von etwa zwei Meter Weite und drei Meter in die Tiefe zu erreichen. Für Mutter Eichhorn der einzige Weg in die Freiheit.

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Inzwischen hatten wir die Hunde zwar weggebracht und der Weg über den Boden wäre sicher und bequem gewesen. Aber Eichhörnchen sind offenbar sture Tiere. Für Mutter Eichhörnchen schien es nur einen Weg zu geben: den Todessprung.

Es war halb Sprung und halb freier Fall. Aber sie landete sicher im benachbarten Rhododendron. Aber würden ihr Jungen es auch schaffen? Der Garten hielt den Atem an. Immer wieder kletterten die Kleinen zur Absprungstelle, den niedrigsten Ästen der Fichte. Auf der anderen Seite lockte die Mutter sie mit Quietschgeräuschen. Doch alles Locken nutzte nichts. Ihre Angst war einfach zu groß…

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Keine Ahnung wie und wann die Eichhörnchenkinder den Baum verlassen haben. Irgendwann waren sie jedenfalls nicht mehr auf der Fichte sondern turnten wieder durch die Sträucher beim Nachbarn. Zugegeben, ein ziemlich unspektakuläres Ende. Aber besser so als satte Hunde 😉