Ein eigenes Haus für die Hühnerschar

Wo und wie sollen die vier Grazien eigentlich wohnen? Eine Frage, die wir viel oft und immer mit unterschiedlichem Ergebnis diskutiert haben. Kaufen wir einen fertigen Stall und wie viel Geld wollen wir dafür ausgeben? Kriegen die Hühner ein festes Gehege oder ziehen wir wechselnde Beweidung vor. Das würde aber bedeuten, dass das Hühnerhaus auch mobil sein müßte und der Elektro-Zaun würde auch weiterhin im Einsatz bleiben. Was wiederum den Hunden nicht gefallen wird! Am Ende haben wir uns dafür entschieden, das Hühnerhaus selbst zu bauen. Mit einer Grundfläche von 1,50m x 1,20m sollte es genug Platz für vier Hühner bieten. Optisch soll es an ein Schwedenhaus erinnern, also Spitzdach und irgendeine dieser für Schweden typischen Färben. Da der in der Nähe gelegene Baumarkt Max Bahr gerade wegen Insolvenz Ausverkauf hat, hoffe ich, alle Baumaterialien dort günstiger zu bekommen. Über meine baulichen Fortschritte halte ich Euch hier auf dem Laufenden. Hier schon mal die fachmännisch ausgeführte Bauzeichnung.

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Wahnsinn, wie schnell die wachsen!

Helga, Hertha, Heide und Hilde sind umgezogen. Es musste einfach sein. Nach knapp zwei Wochen ist der Nagerkäfig im Büro schon zu eng und fängt schon immer nach kurzer Zeit an, unangenehm zu riechen. Es ist schon erstaunlich, was so ein kleines Küken am Tag frisst und dann auch wieder ausschei…

Weil es draußen noch zu kalt ist, ziehen die Mädels jetzt erst einmal in den Keller. Dort habe ich einen 2m x 1,5m Käfig gebaut. Über der Mitte hängt eine Wärmelampe, damit die Küken im unbeheizten Keller nicht frieren. Der Boden ist zur besseren Reinigung mit Zeitung ausgelegt auf der wir Streu ausgebreitet haben. Als Rückzugsmöglichkeit gibt es einen Pappkarton, ein Sandbad steht in der Ecke und zum Schlafen eine Kiste mit Stroh unter der Wärmelampe.

Noch wirken die vier handgroßen Küken in ihrer neuen Wohnhaft etwas verloren aus. Aber ich glaube, dass wird sich ziemlich schnell ändern.

Kellerstall

Helga, Hertha, Heide und Hilde

So haben wir unsere vier Hennenküken getauft. Die Namen wurden demokratisch in der Familie gewählt und mussten nur zwei Vorraussetzungen erfüllen: sie mussten weiblich sein und mit „H“ beginnen. Das schränkte die Auswahl zwar ein. Aber auch unsere Kaninchen haben alle Namen mit „H“. Sie heißen Hermann, Heinrich, Hermine und Hanna.

Obwohl sie jetzt Namen haben, ist es schwer, sie optisch auseinander zu halten. Dafür bilden sich unterschiedliche Persönlichkeiten heraus. Zwei Küken sind deutlich mutiger als die anderen beiden. Das sind Helga und Hertha. Eine von beiden wird später wohl die Chefin im Hühnerstall werden.

Was war zuerst da – Ei oder Henne?

Wir kennen seit heute die Antwort! Bei uns ist die Henne zu erst da. eigentlich sind es vier Hennen und um ganz genau zu sein, sind es auch noch Küken.Vier Küken der Rasse Bielefelder Kennhuhn, denn diese Rasse wurde uns als „besonders geeignet für Anfänger beschrieben“. Und genau das sind wir: Hühnerhalteranfänger mit keiner Erfahrung aber ganz viel Lust auf Hühner im Garten und auf gute Eier.

Bis es die Eier aber gibt, wird’s noch eine ganze Weile dauern. Unsere Küken sind gerade mal 12 Tage alt. „Eier legen sie wohl erst so im Juni.“, hat der Mann gesagt! der uns die Küken verkauft hat. Bis dahin müssen wir den vier Mädels einen Hühnerstall und ein Gehege im Garten bauen. Noch sind sie allerdings so klein, dass sie noch in einem 100 x 60 cm Nagerkäfig herumlaufen können. Aber vermutlich nicht mehr lange…

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