Mehr Auslauf – Unsere Hühner bekommen ein größeres Gehege

Der Winter ist vorbei und unsere Hühner haben im Garten ganze Arbeit geleistet. Nach der Habichtattacke im Herbst mussten wir die „hinterbliebenen“ sechs Hennen erst einmal in Sicherheit bringen. Einen Teil unseres Gartens hatten wir dafür eingezäunt und mit einem Vogelschutznetz überspannt. Die Hühner waren so zwar sicher, aber der Rasen in dem kleinen Gehege wurde komplett zerstört. Seid es Frühling ist, dürfen die Damen wieder im ganzen Garten herumlaufen, stürzen sich jetzt aber wie die Verrückten auf jeden noch so kleinen grünen Halm.

Gerade zur richtigen Zeit hat uns ein Nachbar seinen Gartenteil zur teilweisen Nutzung angeboten. Jetzt können wir eine vernünftig große und abwechslungsreiche Fläche als neues Hühnergehege einzäunen.

Zum Einzäunen benutzen wir sehr gern französischen Staketenzaun. Der ist nicht ganz billig, sieht dafür aber toll aus und hält ewig, weil er aus Robinie oder Edelkastanie ist. Wie man den Zaun am besten aufstellt, mit einfachsten Mitteln eine Tür dafür baut, die Enden der Pfosten vor dem schnellen Verrotten schützen kann und worauf man sonst noch achten sollte, seht Ihr alles in meinem Video. Viel Spaß beim Ansehen!

Einmal Kartoffeln! Immer Kartoffeln!

Ich liebe es, Kartoffeln anzubauen. Sie sind verhältnismäßig anspruchslos, wachsen schnell, haben ein sattes Grün und je nach Sorte auch eine schöne Blüte. Das Beste an Kartoffeln ist aber natürlich, dass man bei der Ernte richtig was in der Hand hat und davon auch noch satt wird. Kartoffeln im eigenen Garten anzubauen ist für mich das Sinnbild für Selbstversorgung.

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Aber, wer einmal Kartoffeln angebaut hat, wird sie so schnell nicht wieder los. Denn aus jeder noch so kleinen Kartoffel, die man bei der Ernte in der Erde nicht gefunden hat, wird im nächsten Jahr eine neue Pflanze. Und wer schon einmal Kartoffeln geerntet hat, weiß, dass man NIE alle findet.

Und so kommt es, dass zwischen unseren Zucchini, die wir lieebevoll vorgezogen hatten, wild die Kartoffeln aus dem Boden schießen. Auf dem Nachbarbeet wachsen friedlich nebeneinander Möhren, Zwiebeln, Rote Beete und… Kartoffeln aus dem Vorjahr. Selbst hinter dem Frühbeet schießen sie hervor… aus einem nur wenige Zentimeter breiten Spalt zwischen Frühbeetkasten und Hochbeetbegrenzung.IMG_1918IMG_1919

Man könnte die „wilden“ Kartoffeln natürlich wachsen lassen und am Ende wieder ernten. Aber nicht immer ist das sinnvoll. Kartoffelplflanzen können sehr viel Platz für sich beanspruchen und behindern dadurch die eigentlich gewollten Pflanzen beim Wachsen. Und sie ziehen natürlich Wasser und Nährstoffe aus dem Boden, die dann den anderen Pflanzen fehlen. Außerdem gibt es Pflanzen, die mit der Kartoffel in der Nachbarschaft nicht wirklich klar kommen. Rote Beete, Tomaten, Zwiebeln, Erbsen, Gurken, Kürbis und Sellerie mögen die Anwesenheit der Knolle nicht und wachsen unter Umständen schlechter.

Aber ich scheue mich ein wenig davor, die Kartoffelpflanzen rauszureißen. Schließlich hat sich diese Kartoffel vor einem Jahr erfolgreich vor mir versteckt. Jetzt kämpft sie sich nach oben und will leben. Ein etwas romantischer Gedanke. Aber ich lasse die „wilden“ Kartoffeln einfach wachsen. Im nächsten Jahr wird die Erde im Hochbeet sowieso komplett ausgetauscht. Und meine „regulären“ Kartoffeln habe ich dieses Jahr in Mörtelbottiche gepflanzt. Die werden nach der Ernte komplett ausgeleert und dann entwischt mir keine einzige Knolle mehr.

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Die Kräuter-Staffelei – das Kräuterbeet des Cityfarmers für den Balkon

Wer gern kocht, braucht frische Kräuter -am besten aus dem eigenen Garten. Aber für jeden Schnittlauchhalm und Basilikumblatt jedes Mal Treppe runter, rauslaufen und Treppe wieder hoch? Da ist es schon praktischer, wenn die Kräuter auf dem Balkon wachsen. Weil unser Balkon aber nur sehr klein ist, habe ich die Idee eines Kräuterregals aufgegriffen und etwas abgewandelt. So entstand aus Einer Euro-Pelette, einer alten Dachlatte und einer Hand voll Schrauben die „Kräuterstaffelei“. Der Clou: das Regal hängt nicht an der Wand sondern steht auf drei eigenen Beinen, die so ähnlich angeordnet sind, wie bei einer Malerstaffelei.

Alles raus! Es ist Frühling! … oder sind wir zu früh?

Es ist Mitte März und die Temperaturen kratzen schon am zweistelligen Bereich. Es erfasst uns eine innere Unruhe. Es zieht uns raus, raus in unseren Garten. Nach dem Winter und der Stallpflicht für unsere Hühner gibt es wahnsinnig viel zu tun. Euphorisch machen wir uns ans Werk!

Als erstes werden die unangenehmen Nebenwirkungen der Stallpflicht beseitigt. Unsere Hennen konnten von Ende November bis Anfang März nicht wie gewohnt im ganzen Garten herumlaufen, sondern waren unter einem 6×3 m Partypavillon eingesperrt. Zu behaupten, der Rasen auf dieser Fläche hätte in dieser Zeit gelitten, wäre eine schamlose Untertreibung. Der Rasen wurde in der Zeit regelrecht vernichtet. Kein Halm war mehr da. Also, neu säen. Eine gute Gelegenheit, den Handvertikutierer von Gardena auszuprobieren, den ich im vergangenen Herbst beim Max Bahr-Ausverkauf günstiger gekauft habe. Das Auflockern des Bodens funktioniert damit ganz gut. Allerdings sollte man einen extra langen Stiel dazu kaufen. Der „normale“ Gardena-Werzeugstiel für Besen, Harke etc. ist zu kurz, um vernünftig zu arbeiten. Den Stiel gibt´s natürlich nicht umsonst und meiner Meinung nach entspricht das auch nicht der Gardena-System-Philosophie.IMG_1745IMG_1756

25 qm-Rasen sind schnell gesät und – ganz wichtig – umzäunt. Denn natürlich müssen wir die Grassaat und die hoffentlich irgend wann zahlreich sprießenden jungen Grashalme vor den gierigen Hühnern schützen. Die gucken allerdings ziemlich sparsam, als sich mitten in „ihrem“ Garten plötzlich eine Tabu-Zone befindet.IMG_1753

Ansonsten haben sich unsere Hühner gut wieder an die neue alte Freiheit gewöhnt. Selbst unsere beiden Neuzugänge, Henriette und Frau Hoppe, die zwei Hennen aus der Massentierhaltung, kamen nach anfänglichem Zögern mit der neuen Situation klar. Einen Garten mit Büschen und Sträuchern, Schatten und Sonne, Rasen, Laub, Erde und Wasserstellen hatten sie in ihrem Leben ganz sicher noch nicht gesehen. Aber es gefällt ihnen sichtlich. Aus den ziemlich mitgenommen Hennen, die wir Mitte Januar vor dem Tod bewahrt haben, sind zwei hübsche und sehr anhängliche Hennen geworden.

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Der Rasen ist gesät, die Hühner dösen unterm Bambus und Sally, unsere rumänische Mischlingshündin hat sich im trockenen Laub vom Vorjahr ein sonniges Plätzchen gesucht. Es ist schon so richtig schön warm und ich werde leichtsinnig. Ich hole die Kellerkinder raus: Lavendel und Chrysanthemen, die im Keller überwintert haben. Beim Lavendel funktioniert das ganz gut, so lange man nicht vergisst, ihm ab und zu etwas Wasser zu geben. Die Chrysanthemen sind ein Versuch. Eigentlich sind die riesigen blühenden Pflanzen, die man im Herbst überall zu kaufen bekommt, nur einjährig. Aber irgendwo hatte ich mal gelesen, dass man sie auch über den Winter bringen kann, wenn man sie nach dem ersten Frost runter schneidet und in den Keller stellt. Habe ich alles gemacht. Aber ich mache mir ehrlich gesagt wenig Hoffnung, dass aus diesem trockenen Häufchen Elend, das ich da aus dem Keller an die wärmende Frühlingssonne gebracht habe, noch mal irgend etwas wird.

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Der erste Tag im Garten geht zu Ende und die Sonne verschwindet schnell hinter den Dächern der Nachbarhäuser. Plötzlich wird es kalt. Frühlingsgefühle weichen Frösteln. Es ist eben doch erst Mitte März und Nachts sinken die Temperaturen noch mal unter den Gefrierpunkt. Und am nächsten Tag kratzt nichts mehr am zweistelligen Bereich sondern nur noch die Autofahrer ihre Scheiben frei. Hoffentlich waren wir nicht zu euphorisch.

Kartoffelernte im Stadtlandeiergarten

Nach dreieinhalb Monaten kommen die ersten Kartoffeln aus der Erde. Vom Ertrag bin ich ein bisschen enttäuscht. Irgendwie zu wenig! Aber immerhin, es sind die ersten eigenen Kartoffeln… und das sind echt dicke Dinger. Wie war noch gleich das Verhältnis Dicke der Kartoffel zu IQ des Bauern?

Gewachsen sind sie mehr oder weniger von allein. Beim Setzen habe ich mir allerdings sehr viel Mühe gegeben, den Abstand zwischen den einzelnen Knollen gemäß „Gebrauchsanleitung“ peinlich genau einzuhalten. Am Ende war das Beet trotzdem  mit Kartoffelpflanzen überwuchert.

Nach ein paar Wochen, als die Pflanzen ca. 20 cm aus der Erde guckten, habe ich etwas Erde um die Stengel angehäuft. Danach hieß es warten.

Auf dem Nachbarbeet habe ich noch eine weitere „Rutsche“ Kartoffeln gesetzt. Die sind nicht nur später dran mit der Ernte sondern vor allem lila. Da bin ich besonders gespannt. Die Sorte heißt „Blue Congo“ und macht im Allgemeinen einen etwas robusteren Eindruck als ihre frühen Verwandten auf dem Nachbarbeet. Sobald „Blue Congo“ fällig ist, gibt´s Fotos und geschmackliche Eindrücke hier an dieser Stelle.

 

Gartenimpressionen – Frühling

Halb kriechend, halb liegend aber immer mit der Kamera im Anschlag habe ich mich am Wochenende durch den Garten bewegt. Die Nachbarn guckte gelegentlich halb neugierig halb sorgenvoll übern den Zaun. Und auch das Rotkehlchen, hatte einen ziemlich fragenden Gesichtsausdruck, als es an mir vorbeiflog. Aber das Ergebnis meiner Fotosession hat sich gelohnt. Ich hatte ja immer schon den Verdacht., aber jetzt steht fest: unser Garten macht für Ende April schon ganz schön was her.

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„Land unter“ im stadtlandeier-Garten

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Weltuntergangsstimmung in unserem beschaulichen Garten. Eben noch saß ich zusammen mit meiner jüngsten Tochter gemütlich in der gerade erst wieder hergerichteten Garten-Lounge. Und schon im nächsten Moment brach das Unwetter über uns herein. Regen ohne Ende und dazu noch Hagel. „Taubeneigroß“ wäre übertrieben, aber die Größe von Würfelzuckerstückchen hatte der Spaß schon.

 

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Alles war zwar nach nur wenigen Minuten vorbei. Aber der Garten stand erst einmal knöcheltief – und das ist jetzt keine Übertreibung – unter Wasser. Was auf den Fotos aussieht wie Nebenflüsse der Elbe und Überflutungswiesen bei Hitzacker, sind eigentlich unsere Wege und Rasenflächen.

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Die gute Nachricht zum Schluß: Hühner, Kaninchen und Pflanzen sind wohl auf. Und ich muss heute Abend nicht gießen…