Geflügelpest im Norden – Wir haben Angst um unsere Hühner

Die Meldungen aus Mecklenburg-Vorpommern sind besorgniserregend. Geflügelpest! Stallpflicht! 10-tausende Tiere bereits gekeult (getötet)! Noch ist Hamburg nicht betroffen. Aber wenn die Behörden auch hier Alarm schlagen, müssen wir uns für Helga, Hertha, Heide und Hilde was einfalles lassen. Wir haben keinen großen Stall, in dem wir unsere Bielefelder Kennhühner womöglich mehrere Wochen einsperren können. Die vier Hennen laufen frei im Garten rum. Und nur in der Nacht sind sie in ihrem abschließbaren Hühnerhaus.

Deshalb gibt es jetzt verschiedene Varianten, die wir diskutieren:

1. Wir kaufen einen Garten-Pavillon. Die kriegt man jetzt bestimmt günstig. Der schützt die Hühner immerhin nach oben, so dass ihnen keine vorbeifliegende Gans oder sonst wer auf den Kopf schei… kann.

2. Der Carport wird zum Hühnerstall umfunktioniert.

3. Die Hühner kommen in den Keller. Dort hatten wir sie auch in den ersten Monaten, als sie noch Küken und es draußen noch kalt war. Das wäre aber eigentlich nr eine Lösung für ganz wenige Tage.

Der schlimmste aller Fälle wäre aber, wenn die Geflügelpest irgendwo in unserer Nachbarschaft zuschlagen würde. Dann müssten wir damit rechnen, dass unsere vier Hennen sicherheitshalber und auf behördliche Anordnung getötet werden würden. In Mecklenburg-Vorpommern hat es vor einigen Wochen schon mehrere private Halter getroffen. Nachdem in einem Putenmastbetrieb in der Uecker-Randow-Region der gefährliche H5N8-Virus festgestellt wurde, wurden nicht nur alle Tiere des Betriebs (mehr als 30.000 Puten) getötet. Auch mehrere tausend Hühner, Gänse und Puten privater Halter, so wie wir es sind, mussten sterben. Soweit wird es hoffentlich bei uns nicht kommen.

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Ein Gedanke zu “Geflügelpest im Norden – Wir haben Angst um unsere Hühner

  1. Ich habe auch bammel, dass bei uns wieder eingesperrt werden muss. Zwar habe ich ein 9qm großes Hühnerhaus und eine kleine überdachte Voliere, aber dafür auch 22 Zwerge von denen 7 Hähne sind, was meint, die brauchen Platz. Viel Platz sonst gibt es ständig Zoff.
    Ich hab in Sachen Unterbringung schon ziemlich viel Lehrgeld bezahlt, daher hier mein Tipp für einen preiswerten Auslauf: Dachlatten, Kaninchendraht, Ziegel, und Wellplastik. Wellplastik kostet (80×120 cm) ca. 3 Euro und Dachlatten sind auch spott-billig. Rolle 1m breiter Kaninchendraht mit 10 laufenden Metern bekommt man für unter 20 Euro.
    Aus den Dachlatten einen Rahmen herstellen:
    2×2 m für die Seiten und 2×1 m für Kopf und Fuß. Das ganze mit langen Schrauben zusammenschrauben, daß 1m x 2m Rahmen und Kaninchendraht drantackern. Für einen 3×3 Auslauf braucht man 11 Rahmen und einen Türrahmen ( da braucht es 4 von den 2m Latten 2x1m und 2 x ca 80 cm) . Die dann entsprechend aneinandersetzen und auf die Ziegelsteine setzen und für die Windstabilität mit Winkeln an den Steinen verankern. 2x 3m lange Latten mit jeweils vier kleinen Winkeln als Dachauflage mit dem Gehege verschrauben und die 120cm Wellplastik drauflegen und ebenfalls festschrauben. Ein paar Stangen als Sitzgelegenheit anbringen. Fertig! Das ganze dauert mit 2 Leuten ca. einen Tag, ist also an einem WE zu schaffen. Im Moment ist mein Auslauf am Haus nur 1×3 m, aber wenn die Aufstallpflicht kommt, habe ich die Rahmen schon fertig in der Ecke liegen und brauch die nur noch einsetzen, um dem Hühnervolk die Zeit etwas angenehmer zu machen.
    Was die Übertragung angeht, sehe ich das übrigens eher wie der NABU. Es ist schon merkwürdig, dass als erstes immer die Tierknäste betroffen sind und man erst im Nachhinein tote Wildvögel findet…. Meine Wette setze ich daher auf Palmöl, Soja und Co. , was in den Mast- und Futtermitteln der großen Erzeuger immer vorhanden ist und über dessen Transportwege sich die Industrie derzeit ziemlich ausschweigt.

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