1. Folk im Garten mit NOORDERLICHT

Es ist 19.30 Uhr und ich bin mir nicht mehr sicher, ob das wirklich so eine gute Idee war: ein Konzert im eigenen Garten unter freiem Himmel. Es hatten sich zwar 70 Gäste angemeldet. Aber das war, bevor Schauer, Gewitter und Unwetter angesagt waren. Aktuell jedenfalls regnet es wie aus Eimern und von den Gästen, die in einer halben Stunde hier das Konzert der Nordic-Folk-Band NOORDERLICHT erleben sollen, ist noch keiner zu sehen.

Die Idee vom Folk im Garten geisterte mir schon lange durch den Kopf. Warum nicht unseren Garten, den wir selbst so lieben, zum „Konzertsaal“ machen? Zu einem Ort, an dem Menschen aus der Nachbarschaft zusammenkommen können, reden, trinken und gemeinsam Kultur erleben und dadurch Zugang zu Musik finden, für die sie normalerweise nicht unbedingt ihre Häuser verlassen würden. Dass allerdings ausgerechnet eine Band mit Dudelsäcken und starker mittelalterlicher Attitüde den Anfang macht, ist schon eine besondere musikalische Herausforderung für die Nachbarn.

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Fotot: Erwin Ramm

NOORDERLICHT, das sind Caterina mit ihrer Nyckelharpa, einem schwedischem Streich-Bordun-Instrument, Conny mit ihren Flöten, meine Dudelsacklehrerin Kristina mit ihrer schwedischen Säckpipa und der deutschen Schäferpfeife und Frank, der Trommler.  Die vier Vollblutmusiker spielen archaische Rhythmen und uralte Melodien hauptsächlich aus Finnland, aber auch aus dem osteuropäischen Raum. Für das vom westeuropäischen Mainstream beeinflusste Ohr ist diese Musik gewöhnungsbedürftig. Aber wenn man sich darauf einlässt, dann bilden die Bordunklänge von Säckpipa, Schäferpfeife und Nyckelharpa, die eindringlichen Trommeltöne und der exotische Gesang einen mystischen Klangteppich, der einen von längst vergangenen Jahrhunderten träumen lässt.

Inzwischen hat es aufgehört zu regnen. Der Himmel reisst sogar auf, die Sonne kommt raus und mit ihr trudeln langsam auch die Gäste ein. Das Konzert kann beginnen.

Am Ende waren es sogar mehr als die angemeldeten 70 Gäste. Unser kleiner Garten platzte fast aus allen Nähten. Nicht jeder konnte etwas mit der Musik anfangen. Aber vorzeitig gegangen sind nur drei. Vor allem die Idee und die tolle Atmosphäre haben die Gäste des 1. Folk im Garten begeistert. Und deshalb wird es auch definitiv einen 2. Folk im Garten geben. Wir brauchen nur noch eine Band… und gutes Wetter!

Wie sich die Band anhörte, seht Ihr in diesem Video auf YouTube

Mehr Auslauf – Unsere Hühner bekommen ein größeres Gehege

Der Winter ist vorbei und unsere Hühner haben im Garten ganze Arbeit geleistet. Nach der Habichtattacke im Herbst mussten wir die „hinterbliebenen“ sechs Hennen erst einmal in Sicherheit bringen. Einen Teil unseres Gartens hatten wir dafür eingezäunt und mit einem Vogelschutznetz überspannt. Die Hühner waren so zwar sicher, aber der Rasen in dem kleinen Gehege wurde komplett zerstört. Seid es Frühling ist, dürfen die Damen wieder im ganzen Garten herumlaufen, stürzen sich jetzt aber wie die Verrückten auf jeden noch so kleinen grünen Halm.

Gerade zur richtigen Zeit hat uns ein Nachbar seinen Gartenteil zur teilweisen Nutzung angeboten. Jetzt können wir eine vernünftig große und abwechslungsreiche Fläche als neues Hühnergehege einzäunen.

Zum Einzäunen benutzen wir sehr gern französischen Staketenzaun. Der ist nicht ganz billig, sieht dafür aber toll aus und hält ewig, weil er aus Robinie oder Edelkastanie ist. Wie man den Zaun am besten aufstellt, mit einfachsten Mitteln eine Tür dafür baut, die Enden der Pfosten vor dem schnellen Verrotten schützen kann und worauf man sonst noch achten sollte, seht Ihr alles in meinem Video. Viel Spaß beim Ansehen!

Dudelsackbaukurs im Teutoburger Wald

Der Winter steht vor der Tür und im Garten ist nicht mehr viel los. Die Hühner sind in der Mauser, die Beete sind abgeerntet und selbst das Laub ist schon fast komplett runter von den Bäumen. Endlich Zeit, sich anderen Dingen zu widmen. Zum Beispiel dem Dudelsackspielen.

Schon im September hatte ich einen Dudelsackbaukurs in Hilter am Teutoburger Wald besucht. An diesem Wochenende wollte ich mir einen lang gehegten Wunsch erfüllen: einen eigenen Dudelsack… nicht nur besitzen, sondern selber bauen. Bei Dudelsackbauer Christian Dreier sollte dieser Wunsch nun in Erfüllung gehen.

Christian hatte 10 Kursteilnehmer auf den Schäferhof Todtenhaupt in Hilter a.T.W. eingeladen. An zwei Tagen bauten wir unsere Säcke. Hümmelchen, große und kleine Marktsäcke, schwedische Säckpipa – es war alles dabei. Die Luftsäcke wurden geklebt und genäht, die Dichtungen der Pfeifen gewickelt, die Löcher und die Spielpfeife gebohrt und jede Menge andere Dudelsäcke ausprobiert. Es war ein fantastisches Wochenende. Nicht zu letzt wegen der Gastfreundschaft von Schäfer Martin und seiner Frau Christiane, die sich beide hervorragend um uns kümmerten und dafür sorgten, dass niemand verhungern oder verdursten musste.

Am Ende des Wochenendes hatte jeder 1 kg zugenommen und einen spielbereiten Dudelsack in den Händen.

Weitere Infos unter www.dreiers-dudelsackbau.de und www.schaeferhof-todtenhaupt.de

Der Tod lauerte im Baum – Ein Habicht tötet unsere Hilma

Der Jäger ist geduldig. Gut getarnt sitzt der Habicht in den Ästen der Buche und lauert auf seine Chance…

Fotogtaf: Norbert Kenntner, Berlin

Fotogtaf: Norbert Kenntner, Berlin

Unter ihm im stadtlandeier-Garten laufen die Hühner sorgenfrei umher. So wie immer. Sie ahnen die Gefahr nicht einmal, in der sie sich befinden. Gemeinsam picken sie die Reste unseres Mittagessens aus dem Futtertrog. Dann verzieht sich die Herde gackernd in die Sonne oder zum Sandbad. Nur ein Huhn bleibt zurück, Hilma.

Hilma war noch nicht lange bei uns. Erst ein paar Wochen zuvor hatten wir sie von einer Bekannten bekommen. Hilma war dort die Lieblingshenne des Hahns und sah entsprechend mitgenommen aus. Davor lebte sie zusammen mit 800 anderen Hennen in einem Massentierhaltungsbetrieb. Ihre Federn waren schon wieder fast vollständig nachgewachsen und auch sonst ging es ihr gut. Nur den Anschluss an die Herde hatte Hilma noch nicht richtig gefunden.

IMG_2481Das ist die Chance, auf die der Habicht gewartet hat. Im Sturzflug nährt er sich dem Huhn. Dabei nutzt er vielleicht den Liegestuhl und den Kirschlorbeer geschickt als Deckung. Die Distanz zwischen seinem Ansitz und der Beute legt er in nur wenigen Sekunden zurück. Wahrscheinlich hört die Henne ihn nicht einmal kommen. Noch ehe sie den Kopf heben kann, schlägt der Habicht seine Fänge in ihren Körper. Hilma ist nicht gleich tot. Sie wehrt sich. Doch sie hat keine Chance. Die Krallen des Angreifers bohren sich tiefer und tiefer in sie hinein. So lange, bis sie sich nicht mehr bewegt. Mit seinem scharfen Schnabel rupft der Habicht die Henne. Haut reißt auf, Rippen brechen. Der erfolgreiche Jäger frisst.

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Der Anblick ihrer Überreste ist für uns und vor allem für die Kinder ein Schock. Dass der Habicht eines unserer Hühner schlagen könnte, mitten in der Stadt, daran hatten wir bis dahin gar nicht gedacht. „Scheiß Habicht!“ Auf einmal verstehe ich die verärgerten Schäfer, deren Schafe von einem Wolf gerissen wurden. Aber auch ein Habicht muss fressen und die Gelegenheit war eben günstig. Trotzdem, „Scheiß Habicht!“. Wir hatten nur sieben Hühner. Jetzt sind es nur noch sechs.

Die Trauer um den Verlust von Hilma ist groß. Aber größer noch ist die Sorge um unsere anderen sechs Hühner. Denn der Habicht wird wiederkommen. Bisher rannten unsere Hennen frei im ganzen Garten herum und gingen nur zum Schlafen in ihr Haus. Ein schnell zusammengezimmertes Provisorium soll sie in den kommenden Tagen oder Wochen vor dem Habicht schützen. Solange, bis ich eine Voliere im Garten gebaut habe, die den Hühnern als neue sichere Zuflucht dienen soll. Es fällt mir schwer. Ein Käfig wäre für die Hühner das Ende der idyllischen Freiheit in unserem Garten. Ein hoher Preis, den die Hühner für ihre Sicherheit zahlen müssten. Aber das Risiko, das nächste Opfer des Habichts zu sein, wäre auch ein hoher Preis für ihre Freiheit. Vielleicht finden wir einen Mittelweg.

Buchtipp: „Petronella Apfelmus“ weckt die Lust auf den eigenen Apfelbaum

Wir haben Urlaub und es regnet. Keine gute Kombination! Vor allem dann nicht, wenn man den Urlaub bei Regen in der schwedischen Wildnis verbringt … bei 9 Grad. Wir machen das Beste draus und Alena lädt täglich zur Lesestunde im Wohnmobil. Eingemummelt in dicke Decken und versorgt mit Keksen und einer Tasse Kakao tauchen wir ein in die Geschichte der Apfelhexe Petronella Apfelmus.

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Petronella Apfelmus lebt als Apfelhexe natürlich in einem Apfel. Der hängt in einem Baum im Garten hinter dem alten Müllerhaus. Das steht schon längere Zeit leer und das findet Petronella Apfelmus eigentlich ziemlich gut. Denn Menschen machen Ärger und den müssen sie und die anderen Bewohnerdes Gartens dann ausbaden. Zu ihren Freuden gehören der Hirschkäfer Lucius und die handwerklich geschickten Apfelmännchen Gurkenhut, Spargelzahn, Rübenbach, Karottenwams und Bohnhals.

Aber natürlich bleibt´s nicht bei dieser menschenleeren Idylle. In das alte Müllerhaus zieht Familie Kuchenbrand mit den Zwillingen Lea und Luis ein. Die beiden finden es  ziemlich blöd, die nächsten Jahre abseits der Stadt zwischen Apfelbäumen und im alten zugigen Müllerhaus zu verbringen. Und auch Petronella ist von der Anwesenheit der Menschen nicht begeistert und will die Kuchenbrands mit Tricks und Zauberei wieder aus dem Haus ekeln. Aber dann lernen sich die Apfelhexe und die Menschenkinder kennen.

Damit ist die Geschichte natürlich noch nicht zu Ende. Die drei erleben noch ein ganz großes Abenteuer, bei dem es um die Zukunft der Familie Kuchenbrand geht. Aber mehr wird nicht verraten. Nur so viel noch: Hühner spielen auch eine Rolle.

„Petronella Apfelmus – Verhext und festgeklebt“ ist ein wunderschönes Buch zum Vorlesen für jüngeren Kinder (unsere sind 5 und 7) oder zum Selbstlesen für etwas ältere. Auch uns Eltern hat es sehr viel Spaß gemacht, uns in den Garten hinterm Müllerhaus entführen zu lassen. Die Lesestunden bei Regen wurden zu echten Highlights im Urlaub.

Weil es offenbar noch mehr Menschen und auch der Autorin so ging, hat Sabine Ständing die Geschichte von Petronella, Luis, Lea, Lucius, den Kuchenbrands und den Apfelmännchen weitergesponnen. Im März 2015 ist der zweite Teil „Zauberschlaf und Knallfroschchaos“ erschienen und im November 2015 geht es weiter mit „Schneeballschlacht und Wichtelstreiche“. Genug Lesestoff für feuchte Herbstnachmittage und kalte Winterabende.

FOCUS Gesundheit berichtet über Stadtlandeier

Scannen 5Die aktuelle Ausgabe von FOCUS Gesundheit widmet sich dem Thema „Gesünder essen“. Unter anderem geht es auch darum, was Menschen in der Stadt tun, um sich selbst mit gesunden Nahrungsmitteln zu versorgen. Eine Erzieherin aus Köln mietet sich für die Selbstversorgung mit Gemüse einen kleinen Acker vor der Stadt. Eine Heilpraktikerin aus Hamburg sammelt in den städtischen Parks Kräuter und eine Kulturwissenschaftlerin hat ihr Herz für Bienen und die Imkerei entdeckt. Und auch unser Projekt „stadtlandeier“ wird vorgestellt.

Wir finden, dass vor allem das Bild, das die ganze Familie zusammen mit 1,5 Bielefelder Kennhühnern und einer unserer „Rettet-das-Huhn“-Hennen zeigt, sehr schön geworden ist. In den Text dazu hat sich allerdings ein kleiner Fehler eingeschlichen. Ich, Stefan, bin erst 38 und nicht 47. Aber besser so als andersrum. So glaubt wenigsten jeder, ich hätte mich für 47 „gut gehalten“.😉


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Henne Hertha „gluckt“ – Ein unerfüllter Kinderwunsch und seine Folgen

Hertha hat es erwischt, sie „gluckt“! Hühnerhalter werden jetzt wissend nicken, ein resignierendes „Oh ha!“ von sich geben oder sich ein gut gemeintes „Wird schon!“ abringen. Wer keine Ahnung von Hühner hat, fragt: „Hä?“IMG_2028

Deshalb kurz die Erklärung, was es mit dem Glucken auf sich hat. Bei Henne Hertha sind die Hormone durchgegangen und die Natur fordert ihr Recht. Das Recht auf Nachwuchs. Hertha möchte gern Eier ausbrüten und Küken bekommen. Weil wir aber gar keinen Hahn haben und die Eier deshalb unbefruchtet sind, ist das ein ziemlich aussichtsloses, um nicht zu sagen sinnloses Vorhaben. „Oh, die Arme! Sie möchte so gern Kinder und darf nicht!“, sagt Alena, meine Frau und mit ihr viele andere Frauen, denen wir die Geschichte erzählen. Frauen scheint die Tragik eines ungestillten Kinderwunsches mehr zu berühren als Männer.

Mich beschäftigt etwas anderes viel mehr. Während der Brutzeit verlassen die Hennen ihr Nest selten, um zu fressen und zu trinken. Bei einer gesunden Henne kein Problem, weil nach rund 21 Tagen alles vorbei ist und die Küken schlüpfen. Bei Hertha können aber keine Küken schlüpfen. Sie könnte ewig auf dem Nest sitzen und versuchen, irgend etwas auszubrüten. Und am Ende verhungert oder verdurstet sie. Das darf auf keinen Fall passieren. Aber was können wir machen? Irgendwer muss einen Tipp haben, denn schließlich sind wir nicht die ersten Hühnerhalter mit diesem Problem.

Ich durchforste das Internet. In vielen Foren werden die unterschiedlichsten Ratschläge diskutiert. Einige sind grausam. Da ist von Eiswasser die Rede, denn die Henne müsse einen Schock bekommen, um ihre Eier zu vergessen. Andere empfehlen, das Huhn in einen engen Käfig zu stecken und von den anderen zu trennen. Beides entspricht nicht unserer Vorstellung von tiergerechter Hühnerhaltung. Wir versuchen es deshalb zunächst auf eine sanfte Art und nehmen Hertha drei Mal täglich vom Nest und setzen sie in den Garten. Wenigstens frisst und trinkt sie dabei jedes mal etwas. Aber nach ein paar Minuten rennt sie wie eine Verrückte wieder zurück in den Stall. Das sieht lustig aus, ist es aber überhaupt nicht.IMG_2029

Die Lage wird zunehmend ernster. Seit zwei Wochen hält Hertas Zustand jetzt schon an und sie hat merklich abgenommen. In meiner Verzweiflung wende ich mich an die Stiftung Bündnis Mensch und Tier. Wenn einer weiß, wie man in dieser Situation artgemäß und tiergerechter handelt, dann die Experten der Stiftung. Cornelia Drees ist die Hühner-Expertin der Stifung und rät mir dazu, der Natur einfach nachzugeben. Wir sollen Hertha ein Brutei besorgen, also ein befruchtes Ei, und sie Mutter werden lassen. Ein schöner Gedanke, der aber drei Haken hat. 1. was machen wir, wenn Herta einen Hahn ausbrütet? Den können wir aus Rücksicht auf die Nachbarn nicht behalten. Die Chancen dafür stehen 50:50. 2. Ein Ei wird nicht reichen, denn wenn das nicht befruchtet ist, bleibt unser Problem bestehen. 3. wenn wir ihr zur Sicherheit mehrere Eier unterschieben, haben wir am Ende mehr Hühner, als wir halten können.

Die Brutei-Lösung kommt  für uns also zur Zeit zumindest nicht in Frage. Wir bekommen einen Tipp von einer Hühnerhalterin, die so ähnlich denkt wie wir. Sie rät, die Henne vom Nest zu nehmen, sie tagsüber in einen separaten Auslauf ohne Zugang zum Stall zu halten und Nachts ebenfalls fern vom Nest einzusperren. Wir riegeln also einen Teil des  Gartens für Hertha ab. Das gefällt ihr nicht. Überhaupt nicht. Den ersten Tag rennt sie am Zaun auf und ab und will zurück zu ihrem (nicht vorhandenem) Gelege. Aber immerhin, sie frisst und trinkt mehr als sonst. Am zweiten Tag ist sie schon deutlich ruhiger. Sie scharrt mehr und nimmt ausgiebige Sandbäder. Am dritten Tag nimmt die Geschichte eine unerwartet Wendung. Unser Nachbar schmeißt direkt neben Herthas Einzelgehege seinen Benzinrasenmäher an. Das Huhn erschrickt sich, flattert über den Zaun und läuft in seiner Panik zu den anderen Hühnern. Und bleibt dort! Ich kann es kaum fassen   Ungläubig gucke ich immer wieder nach. Aber obwohl sie es könnte, geht sie nicht zurück in den Stall und ins Nest. Das Problem hat sich offenbar erledigt… Dank des Benzinrasenmähers unseres Nachbarn.

Nun möchte ich niemanden dazu ermutigen, neben seiner gluckenden Henne permanent den Rasenmäher, den Laubbläser oder einen China-Böller zu zünden. Vielleicht hätte unsere Vereinzelungsmaßnahme nach ein paar Tagen auch gewirkt. Vielleicht hat sie auch erst die Vorraussetzungen dafür geschaffen, dass der Rasenmäher wirken konnte. Ich weiß es nicht. Aber wenn die nächste Henne sitzenbleibt, bin ich etwas entspannter. Es gibt Lösungen für das Problem.

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